Hochschule in der Region

Gemeinsam den Wandel gestalten mit Kooperationen, Netzwerken und Digitalisierung

Teilvorhaben: Reallabor Revitalisierung von Mobilität im peripheren Raum

 

Im strukturschwachen peripheren ländlichen Raum ist Mobilität vieler Bewohner eingeschränkt, weil der öffentlich betriebene Busverkehr aufgegeben wurde. Das Teilvorhaben Mobilität will in einem Reallabor in neuen Paradigmen den ÖPNV wieder herstellen.

Das Reallabor liegt im Elde-Quellgebiet zwischen Röbel, Plau am See und Wittstock/Dosse. Hier haben sich in einer kommunenübergreifenden Vereinbarung zwölf Bürgermeister zu einem gemeinsamen Vorgehen bei der Revitalisierung von Mobilität zusammengefunden. Die Ziele dieser Vereinbarung sollen durch das Projekt „Hochschule in der Region“ erreicht werden. In Dialogformaten, Innovationslaboren und Studierendenarbeiten werden gemeinsam zwischen Hochschule, Bewohnern und Verwaltung Ideen zur Revitalisierung von Mobilität erarbeitet. Mit Hilfe weiterer Förderanträge werden diese Ideen gemeinsam umgesetzt und evaluiert.

Dabei steht die Forschungsmethode „Reallabor“ im Vordergrund, die im wissenschaftlichen Kontext noch eine Herausforderung darstellt. Personal wissenschaftlicher Einrichtungen steckt vom Selbstverständnis im Modus wissenschaftlicher Erkenntnissuche. Im Reallabor erhalten sie plötzlich die Aufgabe reale Transformationsprozesse zu initiieren, zu moderieren, zu steuern. Das sind eigentlich wissenschaftsfremde Kompetenzanforderungen. Von daher ist Handeln in Reallaboren ein Lernprozess für beide Seiten: Die Bürgerinnen und Bürger lernen robuste Lösungsstrategien für ihre Probleme zu erarbeiten, sie verstehen Transformationsprozesse und erkennen, wie und warum Interventionen eine Transformation anstoßen können. Den Wissenschaftlern und Forschern erlaubt das Reallabor kollaborative Zusammenarbeit sowie Wissensaustausch und Wissensintegration auf Augenhöhe zu erlernen.